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Tinnitus-Linderung

Wie Notch-Filterung bei Tinnitus in der Nacht helfen kann

5 Min. Lesezeit · 13. März 2026

Wichtig: Drowze ist kein Medizinprodukt und diagnostiziert oder behandelt keinen Tinnitus. Wenn Sie ein anhaltendes Klingeln in Ihren Ohren wahrnehmen, konsultieren Sie bitte einen Audiologen oder HNO-Arzt. Die folgenden Informationen dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.

Wenn Sie Tinnitus haben, kennen Sie bereits das Grausamste daran: Er ist am lautesten, wenn alles andere still ist. Die Nacht — genau die Zeit, in der Sie Ruhe brauchen — ist der Moment, in dem das Phantomklingeln, -summen oder -zischen unmöglich zu ignorieren wird.

Etwa 15 % der Weltbevölkerung erleben eine Form von Tinnitus. Für die meisten ist er mild. Aber für ungefähr 2 % der Menschen ist er schwer genug, um Schlaf, Konzentration und Lebensqualität zu beeinträchtigen. Klangtherapie ist einer der wirksamsten nicht-medizinischen Ansätze zur Bewältigung — und Notch-Filterung ist die gezielteste Form der verfügbaren Klangtherapie.

Was verursacht Tinnitus?

Tinnitus ist keine Krankheit — es ist ein Symptom. Das Phantomgeräusch, das Sie hören, ist die Reaktion Ihres Gehirns auf beschädigte oder fehlende Eingaben aus Ihrem Hörsystem. Die häufigsten Ursachen sind:

Wie Klangmaskierung funktioniert

Die einfachste Form der Tinnitus-Bewältigung ist die Maskierung: das Abspielen eines externen Geräuschs, das Ihren Tinnitus überdeckt oder sich mit ihm vermischt, sodass er weniger wahrnehmbar wird. Deshalb nutzen viele Tinnitus-Betroffene bereits Weißes-Rauschen-Geräte, Ventilatoren oder Naturgeräusche in der Nacht.

Maskierung funktioniert aufgrund eines Wahrnehmungsphänomens namens auditive Maskierung. Wenn Ihr Gehirn ein reales externes Geräusch bei oder nahe der Frequenz Ihres Tinnitus empfängt, priorisiert es das reale Geräusch und unterdrückt das Phantomgeräusch. Sie müssen Ihren Tinnitus nicht vollständig übertönen — selbst teilweise Maskierung reduziert die dadurch verursachte Belastung erheblich.

Was Notch-Filterung anders macht

Standard-Maskierung spielt Klang über alle Frequenzen ab. Das funktioniert, ist aber ein grobes Instrument. Notch-Filterung ist gezielter — und die Wissenschaft dahinter ist faszinierend.

Hier die entscheidende Erkenntnis: Eine in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Studie von Okamoto et al. (2010) ergab, dass das Hören von Musik oder Rauschen mit einer Notch-Filterung bei Ihrer Tinnitus-Frequenz die Tinnitus-Lautstärke im Laufe der Zeit tatsächlich reduzierte. Nicht nur maskierte — reduzierte.

Die Theorie wird laterale Inhibition genannt. Indem Sie die spezifische Frequenz Ihres Tinnitus aus dem Klang entfernen, den Sie hören, stimulieren Sie die Neuronen rund um Ihre Tinnitus-Frequenz, während Sie die Neuronen bei der Tinnitus-Frequenz selbst „aushungern". Im Laufe der Zeit kann dies die überaktive neuronale Reaktion reduzieren, die das Phantomgeräusch erzeugt.

Stellen Sie es sich so vor: Wenn Standard-Maskierung so ist, als würde man das Radio aufdrehen, um das Klappern im Auto zu übertönen, dann ist Notch-Filterung so, als würde man das Auto in die Werkstatt bringen, um das Klappern tatsächlich zu beheben.

Ihre Tinnitus-Frequenz finden

Die Wirksamkeit der Notch-Filterung hängt von der genauen Identifizierung Ihrer Tinnitus-Frequenz ab. So können Sie sie annähern:

  1. Beginnen Sie mit einer Voreinstellung. Die meisten Tinnitus-Fälle fallen in einen von drei Bereichen:
    • Tiefer Ton (etwa 2,000 Hz) — klingt wie ein tiefes Brummen oder Summen
    • Mittlerer Ton (etwa 4,000 Hz) — der häufigste Bereich; klingt wie ein gleichmäßiger Ton
    • Hoher Ton (etwa 8,000 Hz) — klingt wie ein hochfrequentes Zischen oder Klingeln
  2. Feinabstimmung durch Zuhören. Stellen Sie den Frequenzregler ein, bis der erzeugte Ton Ihrem Tinnitus am nächsten kommt. Wenn der externe Ton sich mit Ihrem Tinnitus vermischt oder ihn „aufhebt", sind Sie nah dran.
  3. Professionelle Beurteilung. Ein Audiologe kann einen Tinnitus-Abgleichtest durchführen, der Ihre exakte Frequenz und Lautstärke bestimmt. Dies gibt den genauesten Ausgangspunkt für die Notch-Therapie.

Klangtherapie für besseren Schlaf nutzen

Für die nächtliche Nutzung kann die Kombination von Maskierung und Notch-Filterung besonders wirksam sein:

So funktioniert die Tinnitus-Linderung in Drowze

Die Tinnitus-Linderungsfunktion von Drowze (mit Premium verfügbar) erzeugt Breitbandrauschen mit einem präzisen Notch-Filter, der auf Ihre Tinnitus-Frequenz zentriert ist. Sie können:

Realistische Erwartungen setzen

Klangtherapie — einschließlich Notch-Filterung — ist ein Bewältigungswerkzeug, keine Heilung. Hier ist, was Sie realistisch erwarten können:

Das Wichtigste ist Konsequenz. Nutzen Sie Klangtherapie als Teil Ihrer nächtlichen Routine, halten Sie die Lautstärke moderat und geben Sie ihr Zeit.

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